Das erste Jahr des demokratisch gewählten Klientenbeirates liegt hinter uns. Es war ebenso ereignis- wie arbeitsreich. Wir sind über uns selbst hinausgewachsen und haben viel dazugelernt.
Im Folgenden eine repräsentative Auflistung unserer bearbeiteten Themen:
Zuallererst freuen wir uns wie Bolle, nun endlich geklärt zu haben, dass die Wohngemeinschaften des Betreuten Wohnens im kommenden Jahr mit Geschirrspülern ausgestattet werden. Die anstehenden Sanierungen der Wohnungen versprechen sowohl ökologische als auch ökonomische Nachhaltigkeit, sodass der Alltag der Bewohner ein Stück mehr Lebensqualität gewinnt. In diesem Zuge sei auch erwähnt, dass fortan neue Matratzen für diejenigen bereitgestellt werden, die tatsächlich Bedarf haben – Rückenschmerzen adé.
Apropos Lebensqualität: Wer 2026 mit einem flauschigen Freund an der Seite kuscheln möchte, darf dies nach Absprache mit seinem Bezugsbetreuer ebenfalls genießen. Die zeitweise Beherbergung von Haustieren ist seit diesem Jahr gestattet und – kleiner Spoiler – dieses Angebot soll im kommenden Jahr weiter ausgebaut werden.
Der Substitutionsambulanz in Friedrichshain konnten wir hilfreiche Impulse geben, um den Konsum und Handel diverser Substanzen vor deren Haustür einzudämmen beziehungsweise vollständig zu unterbinden. Es war uns eine Freude, gemeinsam mit den Klienten und den Mitarbeitenden der Einrichtung Lösungen zu erarbeiten.
Ein weiteres Projekt liegt uns besonders am Herzen und wird hoffentlich über viele kommende Jahre Bestand haben: unsere Peer-to-Peer-Begleitung. In diesem Herbst und Winter durften wir bereits zahlreichen Klienten bei den Herausforderungen ihres Alltags unter die Arme greifen. Dafür haben wir stets große Dankbarkeit erfahren. Wir freuen uns auf viele weitere Einsätze!
Nun zu unserer Arbeit, die über die eigentliche Beiratstätigkeit hinausgeht – weit hinaus. In zahlreichen Interviews konnten wir darstellen, wie unser Ehrenamt sowohl auf uns als auch auf die Dienstleistung des Trägers wirkt. Darüber hinaus hoffen wir, durch die Zusammenarbeit mit der Evangelischen Fachhochschule einen Beitrag zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Partizipationsforschung geleistet zu haben.
Unter demselben Stern, nämlich dem der partizipativen Suchthilfe, stand wohl die größte Herausforderung dieses Jahres: eine Präsentation in der Fachgruppe Suchthilfe des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Von A bis Z haben wir vor versammeltem Fachpublikum unsere gesamte Beiratstätigkeit vorgestellt. Die Vernetzung soll dazu beitragen die Struktur eines Beirates auch in anderen Trägern zu etablieren. Wir sind noch immer mächtig stolz aufeinander!
Doch wollen wir uns keineswegs auf den geernteten Lorbeeren ausruhen. So sitzen wir bereits in unserem Büro und schmieden Pläne für das kommende zweite Jahr. Zunächst jedoch gönnen wir uns eine kleine Verschnaufpause – sie sei uns gegönnt.
Wir wünschen allen friedliche Feiertage und einen guten Rutsch in 2026
Euer Beirat
