Gemeinsam erinnern – Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende

von | Juli 27, 2026

Der Internationale Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende ist für uns jedes Jahr ein besonderer Tag. In diesem Jahr durften wir ihn nicht nur als Teilnehmende erleben, sondern auch bei der Organisation mitwirken. Das hat uns viel bedeutet.

Schon morgens trafen wir uns im Bülow-Eck, um gemeinsam Brote für das Buffet zu schmieren. Anschließend bauten wir Tee, Kaffee und die belegten Brote auf. Es war schön zu sehen, wie alle mit angepackt haben. Jede und jeder brachte sich auf seine Weise ein, und genau dieses Miteinander machte den Tag von Anfang an besonders.

Anschließend trafen wir uns mit den anderen am Oranienplatz. Insgesamt nahmen rund 150 Menschen an der Gedenkveranstaltung teil. Gemeinsam gedachten wir der Menschen, die infolge ihres Drogenkonsums ihr Leben verloren haben. Die Zahl der Drogentoten in Berlin ist erschreckend: Mehr als 300 Menschen sind im vergangenen Jahr gestorben. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch mit einer eigenen Geschichte, mit Angehörigen, Freundschaften und Hoffnungen.

Gerade deshalb ist es wichtig, auf die Straße zu gehen. Wir wollen erinnern, aber auch ein Zeichen setzen. Es braucht mehr Aufmerksamkeit für dieses Thema und mehr Verantwortung in der Politik. Menschen, die Drogen konsumieren, verdienen Respekt, Unterstützung und ein würdevolles Leben – nicht Ausgrenzung oder Gleichgültigkeit.

Besonders berührt hat uns an diesem Tag das Gefühl des Zusammenhalts. Unterschiedliche Menschen kamen zusammen, um gemeinsam zu erinnern, sich auszutauschen und füreinander da zu sein. Diese Solidarität hat uns Kraft gegeben und gezeigt, dass wir mit unseren Anliegen nicht allein sind.

Unser Dank gilt dem gesamten Team, das diesen Tag möglich gemacht hat. Ohne die vielen helfenden Hände wäre eine solche Veranstaltung nicht umsetzbar gewesen. Ein besonderer Dank geht auch an das Bülow-Eck, das uns seine Räumlichkeiten für die Vorbereitung zur Verfügung gestellt hat.

Wir hoffen, dass wir auch im kommenden Jahr wieder viele Menschen erreichen, gemeinsam erinnern und zugleich ein starkes Zeichen für mehr Menschlichkeit, Unterstützung und politische Verantwortung setzen können. Denn jeder Mensch, dessen wir an diesem Tag gedenken, erinnert uns daran, wie wichtig es ist, füreinander einzustehen und sich für bessere Lebensbedingungen einzusetzen.


Corinna, Yigit, Mike, Martin und Franzi